Der Frust nach dem Einzug … und das ist völlig normal.

Der Einzug eines Vierbeiners ist nicht nur eine wundervolle Sache, sondern bringt manchmal auch ein komplett neues Leben mit sich und vieles davon kann man vorher gar nicht so richtig einschätzen. Die ersten Tage und Wochen verbringen beide Seiten damit sich gegenseitig kennenzulernen und sich auf einander einzuspielen. Dabei wird viel Vertrauensarbeit geleistet, denn nicht nur der Hund lernt dem Menschen zu vertrauen, sondern auch der Mensch dem Hund.
Nimmt man einen Hund aus dem Tierschutz auf, so sind diese Tage damit gefüllt, dass der Hund lernt: die Einsamkeit, die Ängste und der Kampf ums Überleben sind vorbei. Diese Sicherheiten brauch er um sein Selbstbewusstsein und sein Vertrauen zu stärken. Aber: euer Vierbeiner braucht dafür Zeit und Geduld.

Leider stoßen wir Menschen oft an unsere Grenzen und besonders bei Hundeanfängern kommen Fragen auf, die man nicht beantworten kann oder man kann gewisse Handlungen nicht deuten. Dieser Frust ist allerdings völlig normal und gehört zum Lernprozess dazu. Stichwort Zeit spielt da die größte Rolle.

Ein weiterer wichtiger Faktor ist um Hilfe zu bitten. Denn es wird immer wieder Situationen geben, die andere Besitzer und besonders Hundetrainer schon gesehen haben und mit Rat und Tat zur Seite stehen können. Ein Gang zur nächsten Hundeschule oder eine Einzelstunde kann zusätzlich den eigenen Horizont erweitern.

Hier noch ein paar Tipps, die vielleicht helfen können:
• Gebt dem Hund den nötigen Raum – Lasst ihn auf euch zu kommen und stört den Hund auf keinen Fall beim Schlafen, Fressen, wenn er sich zurückzieht oder einen Kauknochen hat
• Beobachten – von Vorteil ist es, wenn man den Hund in der ersten Zeit hauptsächlich beobachtet und nicht ständig zu sich ruft (so lernt man auch gewisse Signale des Hundes kennen)
• körperliches Bedrängen – Handbewegungen von oben oder das Umarmen des Hundes sollten vermieden werden
• nicht überfordern – Ja, jeder möchte das neue Familienmitglied kennenlernen, aber das sollte nicht am ersten Tag passieren und auch nicht alle auf einmal
• mehrere Rückzugsmöglichkeiten und Schlafplätze anbieten
• einen geregelten Tagesablauf verschafft Sicherheit
• keine großen Abschiedsreden (auch wenn man nur den Raum verlässt)
• gleiche Regeln für alle in der Familie
• Ruhe und Geduld zeigen
• Mitgefühl, aber kein Mitleid – Schwamm drüber, nun beginnt ein neues Leben für den Hund
• gemeinsames Spiel – eher mit dem Menschen als von ihm weg, z.B. Wurfspiele vermeiden
• nicht Erschrecken – Knurren = distanzforderndes Signal
• Fragen! – Denn es kostet nichts und lieber einmal zu viel als zu wenig gefragt

Von |2019-11-11T10:36:22+00:00November 11th, 2019|Allgemein, News-Startseite|
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