Und es geht schon wieder los…

Ach diese schöne Zeckenzeit. Alle Jahre wieder kommt die schöne Jahreszeit für Fellnasen-Besitzer: Die Sonne lacht, der Hund tobt auf der Wiese und kaum ist man Zuhause beginnt die Suche nach der Stecknadel im Heuhaufen.

Ist man damit fertig kuschelt sich der Hund mit auf die Couch und plötzlich… Was ist denn das? Da krabbelt doch was! – Natürlich, wieder eine Zecke.

Das Internet ist voll von Ideen gegen diese Plagegeister, aber was hilft wirklich? Wir glauben, dass dies abhängig ist vom jeweiligen Hund und dessen Lebensumstände. Manche ziehen die Parasiten förmlich magnetisch an und andere können nicht darüber klagen. Auf dem Markt findet man sehr häufig die chemischen Mittel, wie Spot-Ons, Halsbänder oder Tabletten. Diese können sehr wirksam sein. Dennoch ist hier zu beachten, dass es sich um Chemie handelt, die ihre Nebenwirkungen mit sich bringen können. Manche Hunde zeigen nach der Anwendung Probleme mit der Haut oder dem emotionalen Befinden. Einige Mittel schützen nicht vor Zecken, sondern töten diese erst nach dem Biss. Bei allen Mitteln, die der Hund einnehmen muss, landen diese in seinem Organismus und können bei Unverträglichkeiten nicht so schnell wieder aus dem Organismus kommen.

Gerne würden wir ein paar Alternativen vorstellen, ohne eines davon zu bevorzugen.

1. Öle gegen Zecken: viele benutzen Schwarzkümmel- oder Kreuzkümmelöl. Hier ist aber wichtig die richtige Anwendung und die nur temporäre Eingabe, da es sonst auch zu Nebenwirkungen kommen kann.

2. Kokosöl: aufgrund seiner Laurinsäure ist dies unattraktiv für Zecken. Der Hund muss allerdings jeden Tag mit einer kleinen Menge eingerieben werden und die Fellbeschaffenheit spielt hierbei eine Rolle; sprich es eignet sich eher für Kurzhaar.

3. Bernsteinkette: dies soll nicht nur ein stylisches Accessoire sein, sondern auch noch die Blutsauger daran hindern sich festzusaugen. Dies liegt an dem Harzgeruch. Allerdings muss der Hund diese Kette durchgehend tragen (außer beim Reinigen und Bürsten) und nicht alle Sorten von Bernstein sollen effektiv helfen.

4. Babypuder und Kieselgur: manche Hundehalter pudern ihren Hund täglich mit Babypuder ein, da dies den Panzer der Zecken austrocknet.

5. Zistrose: jeden Tag einen Teelöffel ins Futter geben. Durch eine regelmäßige Einnahme verringert sich der Zeckenbefall. Manche Hunde mögen aber nicht den intensiven Geruch und somit ist eine Zufütterung eher schwierig.

Man sollte sich fragen, wo man mit seinem Hund spazieren geht, wie oft der Hund ins Wasser geht, ob Kinder im Haus sind und wie hoch der Befall ist, wenn man nichts verwendet. Denn, wenn dieser gering ist, dann kann man sich das Grübeln über das „perfekte“ Mittel sparen. Jeder sollte selbst entscheiden und das Mittel an seinen Hund und den Lebensumständen anpassen!

Jeder sollte trotzdem eine Zeckenzange oder Zeckenkarte bei sich zuhause haben, um im Notfall den Plagegeist schnellstmöglich zu entfernen.