Achtung – Verwechslungsgefahr!

Viel zu ähnlich sind sich die Begriffe: Herdenschutzhunde und Hütehunde. Da kommt man schnell durcheinander oder wirft alles in einen Topf, aber hier ist Vorsicht geboten.

Denn diese Hunde haben unterschiedliche Funktionen/Aufgaben und auch sehr unterschiedliche Charaktereigenschaften.
Die Gemeinsamkeit ist nur die Arbeit an einer Herde wie z.B. Schafe, Rinder.

Der Herdenschutzhund:
Er hat die Aufgabe selbstständig auf die Herden aufzupassen. Seine Kräfte zu sparen und bei Gefahr gezielt einzusetzen. Er ist „furchtlos“ und beschützt die Herde vor Raubtieren, wie Wölfe. Somit ist der Herdenschutzhund kein besonders aktiver Hund und sehr eigenständig, was oftmals als „stur“ interpretiert wird.
Typische Herdenschutzhunde sind beispielsweise: Kangal, Maremmano oder der Kuvaz.

Der Hütehund:
Er ist im Gegensatz zu den Herdenschutzhunden aktiv und arbeitet gerne mit seinem Menschen zusammen. Er sorgt dafür, dass die Herde von A nach B kommt und ihm dabei kein „Schäfchen“ verloren geht. Er kann auch gezielt einzelne Tiere aus der Herde rausholen. Er profitiert bei der Zusammenarbeit von einer sehr starken Bindung zu seinem Menschen und ist besonders motiviert alles „richtig“ zu machen. Er benötigt eine Aufgabe, da sich diese Übermotivation sonst ins Negative drehen kann.
Typische Hütehunde sind z.B. Australien Shepherd, Border Collie, Cattle Dog