Welttierschutztag
„Alle Geschöpfe der Erde fühlen wie wir, alle Geschöpfe streben nach Glück wie wir. Alle Geschöpfe der Erde lieben, leiden und sterben wie wir, also sind sie uns gleich gestellte Werke des allmächtigen Schöpfers – unsere Brüder.“ (Franz von Assisi 1182-1226)
Franz von Assisi gilt als Schutzpatron der Tiere. Seiner Ansicht nach sind alle Tiere Brüder und Schwestern der Menschen, die nicht unter uns leiden sollten. Ihre friedfertige Aura lässt es zu, dass sie uns Menschen vertrauen und sie uns näherkommen. Leider nutzt der Mensch diese Sanftmut und Milde zu oft aus, stellt sich über andere Lebewesen oder beutet jene als Massenware aus.
Heute ist „Welttierschutztag“ und wir wollen darauf aufmerksam machen, dass gerade dieser geschwisterliche Gedanke, den bereits Franz von Assisi hatte, zu unserem Vorbild werden sollte. Täglich erreichen uns Hilferufe von misshandelten oder ausgesetzten Tieren. Welpen, die noch nicht einmal die Augen geöffnet haben, werden auf einer Mülldeponie entsorgt als wären sie Altpapier. Hunde, die jahrelang an Ketten gehalten werden und gerade mal eine 2 Meter große Welt kennenlernen. Katzen, die sich selbst überlassen werden und sich ohne jegliche Perspektive vermehren. Straßenhunde, die krank sind und jeden Tag darauf hoffen irgendwo etwas zum Fressen zu finden oder alleine sterben müssen. Kaninchen, die in zu kleinen Käfigen gehalten werden, nur damit sie als Kuscheltier für Kinder dienen. Aras, die ihre Besitzer überleben und in den Städten wie Berlin versuchen durch den Winter zu kommen.
Ist das geschwisterlicher Liebe? Nein! Einem Familienmitglied lädt man zum Essen ein, bietet ihm einen Schlafplatz und verbringt gerne jede freie Minute bis zum letzten Tag mit ihm. Man streitet sich zwar mal mit der Schwester oder rauft sich mit dem Bruder, aber umso mehr freut man sich, dass man keine Minute alleine verbringen muss.
Wir, von den Fellnasen Stuttgart, leben für dieses Familienglück. Wir wollen keinen unserer Geschwister im Regen stehen lassen oder hungern sehen. Wir wollen für den anderen da sein, wenn er krank ist oder unsere Hilfe braucht. Nur oft schaffen wir das nicht alleine! Dafür brauchen wir eure Unterstützung, denn jede kleine Hilfe bringt den Stein ins Rollen.
Schaut euch nur mal unseren etwa einjährigen Neuzugang an. Übersät mit Räude und Fellproblemen! Total abgemagert wurde er bei einer Frau vor der Tür gefunden, die das richtige Tat und unsere Tierschützer rief. Nun darf auch er in unserer Fellnasen-Familie zur Ruhe und Kräften kommen.
„Ein Sonnenstrahl reicht hin, um viel Dunkel zu erhellen.“ (Franz von Assisi)